Angst vor dem Sterben, Brustdruck, Augenzucken – was dein Körper dir wirklich sagen will
- Johanna Larushku
- 1. Dez. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Vielleicht kennst du das:
Ein plötzliches Augenzucken, wenn du etwas Unangenehmes gesehen oder erlebt hast.
Ein Stechen in der Brust, das sich anfühlt wie Todesangst.
Ein Gefühl im Körper, das flüstert: „Irgendwas stimmt nicht…“
Der Gedanke: „Was, wenn ich plötzlich ausfalle? Wer kümmert sich um mein Kind?“
Und dann kommt es:
Panik. Druck. Enge. Zittern. Kontrollverlust.
Und all das, obwohl du weißt, dass du eigentlich sicher bist.
Viele meiner Klienten beschreiben exakt solche Symptome – und fast alle glauben zuerst:
„Mit mir stimmt etwas nicht.“
Doch die Wahrheit ist oft eine ganz andere.
⭐ Angst entsteht nicht im Heute.
Sie trägt die Kleidung von heute – aber sie stammt aus gestern.
Menschen berichten mir Dinge wie:
„Ich habe Todesangst, seit mein Kind auf der Welt ist.“
„Ich spüre manchmal einen Druck in der Brust… so als würde mein Körper etwas warnen.“
„Ich habe Angst, nicht zu funktionieren, nicht genug zu sein.“
„Ich mache mir Sorgen um alles – auch wenn nichts Schlimmes passiert.“
„Ich halte mich ständig bereit… als müsste gleich etwas passieren.“
Und wenn man in der Hypnose tiefer geht, zeigt sich:
Das sind nicht die Ängste des Erwachsenen. Das sind Überlebensmuster des inneren Kindes.

⭐ Wenn das innere Kind nach Hilfe ruft
Frühe Erfahrungen prägen uns stärker, als wir es wahrhaben wollen.
Einige Beispiele, die ich in Sitzungen immer wieder sehe:
Wenn die Mutter emotional oder körperlich nicht präsent war→ Das Kind lernt: „Ich bin allein. Ich muss stark sein.“
Wenn man als Kind Dinge gesehen hat, die zu viel waren→ Das Nervensystem speichert: „Augen zu. Schutz. Anspannung.“
Wenn Nähe unsicher war→ Der Körper entwickelt Muster wie Brustschmerz, Druck, Panik.
Wenn du schon früh funktionieren musstest→ „Ich darf keine Schwäche zeigen.“→ „Ich muss alles alleine schaffen.“→ „Wenn ich ausfalle, bricht alles zusammen.“
Und dann wird man selbst Mutter oder Vater.
Und plötzlich aktiviert das Nervensystem ALLES, was damals, als man selbst klein war, keine Lösung gefunden hat.
Generalisierten Ängsten, Panikattacken, Kontrollmustern, Körperreaktionen, Zwangsgedanken –liegt fast immer ein alter Ursprung zugrunde.
Dein Körper schreit nicht, weil du schwach bist.
Er schreit, weil du damals stark sein musstest.
Viele Eltern berichten:
„Seit mein Kind auf der Welt ist, habe ich Angst zu sterben.“ „Ich darf nicht ausfallen.“ „Ich muss funktionieren.“ „Was, wenn mir etwas passiert?“
Diese Gedanken kommen fast nie aus der Gegenwart.
Sie kommen aus Situationen wie:
„Ich hatte niemanden, der mich hielt.“
„Ich konnte mich nicht auf Erwachsene verlassen.“
„Ich wurde mit Angst allein gelassen.“
„Ich musste zu früh groß sein.“
Das innere Kind sieht nicht dein jetziges Alter. Es sieht nur:
„Ich habe ein Kind – also muss ich stärker sein als damals irgendjemand für mich war.“
Und genau hier beginnt Hypnose ihre tiefste Wirkung
Hypnose wirkt nicht an der Oberfläche. Nicht bei den Gedanken. Nicht bei Symptomen.
Hypnose arbeitet dort, wo die Angst wirklich entstanden ist:
In der ersten Erfahrung von Überforderung. In den Momenten emotionaler Einsamkeit.
In der kindlichen Schlussfolgerung: „Ich bin nicht sicher“. Im ersten Körpergefühl von Enge, Druck, Zittern. In der Angst, verlassen zu sein. Im Wunsch, alles kontrollieren zu müssen, um nicht wieder zu fühlen, was damals war
Viele meiner Klienten sagen nach der ersten Sitzung:
„Es fühlt sich an, als hätte jemand eine Last von mir genommen.“
„Ich kann wieder atmen.“
„Die Panik hat ihren Boden verloren.“
„Ich fühle mich zum ersten Mal seit Jahren ruhig.“
„Ich wusste nicht, dass die Angst gar nicht von heute kommt.“
Was in Hypnose geschieht (psychologisch & spürbar)
In einer Sitzung:
1️⃣ Wir finden den Ursprung – den Moment, in dem dein System entschieden hat: „Ich muss Angst haben, um sicher zu sein.“
2️⃣ Das Kind von damals bekommt Halt, Sicherheit, Schutz– etwas, das es im echten Leben vielleicht nie hatte.
3️⃣ Das Nervensystem speichert neu ab: „Ich bin heute erwachsen. Ich bin sicher. Ich bin nicht allein.“
4️⃣ Der Körper entspannt sich – oft sofort. Augenzucken, Druck, Herzrasen verlieren ihren Sinn.
5️⃣ Die Angst verändert ihre Form. Sie wird leiser. Sie verliert ihre Macht. Sie hört auf, dein Leben zu bestimmen.
Viele sagen: „Ich kann nicht erklären, wie – aber irgendetwas in mir ist ruhiger.“
⭐ Warum das so tief geht?
Weil Hypnose dort arbeitet, wo Worte und Verstand nicht hinreichen:
im emotionalen Gedächtnis im limbischen System im Körpergedächtnis im Schutzprogramm des Nervensystems in den frühen Prägungen des inneren Kindes
Und dort, wo Angst entstanden ist, darf sie auch wieder gehen.
Für wen dieser Beitrag ist
Für alle, die denken:
„Ich funktioniere nur noch.“
„Ich bin ständig angespannt.“
„Ich mache mir Sorgen um alles.“
„Ich habe Angst zu sterben, besonders seit mein Kind geboren wurde.“
„Ich kontrolliere ständig Dinge.“
„Ich fühle mich überfordert, obwohl ich nach außen stark wirke.“
Dieser Text ist für dich. Weil du nicht kaputt bist. Weil dein Körper nicht falsch reagiert.
Weil deine Angst nicht „spinnt“.
Sondern weil irgendetwas in dir endlich gesehen werden möchte.
⭐ Fazit:
Die Angst ist nicht dein Feind. Sie ist ein altes Echo.
Und Hypnose ist die Methode, die dorthin geht, wo dieses Echo entstanden ist –und es leise macht.
Schon eine Sitzung kann den inneren Druck so verändern, dass du endlich wieder atmen, lachen und leben kannst



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